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Altersgruppe: 36-45

Wohnort: Kleines Dorf im bilingualen Jurabogen

Kinder: 1 Kind (6 Jahre alt)

Beruf: Hausmensch

Verwendete Transportmittel: 

Hobbys: Füsse, Postauto, PubliCar, Taxi

«Autofrei zu leben ist normal. Wenn mensch es ernst meint mit öko, gibt es keine Alternative dazu. » 

Warum und seit wann leben Sie ohne eigenes Auto? Ich habe mit 14 Jahren beschlossen, aus ökologischen Gründen keine Töffliprüfung zu machen, auch wenn ich damals bereits auf dem Land lebte. Damals war der Umweltschutz mit Themen wie dem Waldsterben oder dem Schweizerhalle-Unglück sehr aktuell. Danach war es klar, auch keine Autoprüfung zu machen. Eine mir bekannte autofrei lebende Grossfamilie war mir ein Vorbild.

Welche Vorteile hat ein Leben ohne eigenes Auto? Ich kann im Zug Dinge erledigen, mich im Postauto unterhalten oder meinen Gedanken nachhängen. Als AutolenkerIn wäre dies lebensgefährlich. Ich erledige im Zug wozu ich mir daheim keine Zeit nehme, z.B. Knöpfe annähen, Kleinzeug lesen etc.

Wie wirkt sich diese Entscheidung im Alltag aus? Wir planen viel voraus und verbinden Dinge miteinander. Statt spät abends mit dem Taxi heimzukehren, übernachten wir bei FreundInnen. Einkäufe lassen wir uns, wenn möglich, nach Hause liefern, da eine Postautofahrt zum nächsten Laden teurer wäre als das Porto der Post. Den Transport von schweren Getränkeflaschen sparen wir uns, indem wir keine kaufen.

Benutzen Sie gelegentlich ein Auto? Wenn es spät wird – z.B. nach Besuchen – nehme ich manchmal ein Taxi.
Gelegentlich mietet mein Partner ein Mobility für Spezialtransporte.

Was sind Ihre Ratschläge an andere Personen für ein Leben ohne eigenes Auto? Auf dem Land kann es sein, dass mensch für ein autofreies Leben Spott erntet. Wenn mensch sich dafür entscheidet, ohne Auto zu leben, ist es gut, sich dessen bewusst zu sein. Bei Versandläden ist es ausserdem gut, sich etwas Zeit zu nehmen, um sich über deren ethische Standards zu informieren.

Welche Verbesserungen könnten getroffen werden, um ein Leben ohne eigenes Auto zu erleichtern und zu fördern? 

  • Aufnahme des PubliCar-Fahrplans in den SBB-Fahrplan. Zudem sollte die PubliCar-Telefonzentrale immer erreichbar sein.
  • Im Postauto sollten Billets für alle Verbindungen in der Schweiz gelöst werden können. Die Postautohaltestellen sollten ausserdem die Fahrpläne aller Postautokurse der Region enthalten.
  • Postautoverbindungen in den Nachbarskanton – trotz politischen „Knörzen.“
  • Mehr Busverbindungen am Morgen, von der Stadt in unser Dorf und ein dichterer Postautotakt in die nächsten Kleinstädte und zurück: Es soll möglich sein, während einer Stunde dort Besorgungen zu machen und dann nachhause zurückzukehren.
  • Ein Taxi-Abonnement
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